SOMEHOW

Daten

  • Spielzeit: ~ 135 Min
  • Genre: Roadmovie
  • Land: DE/BE/FR/AD/ES/MA
  • Sprache: Deutsch
  • Format: 4K Digital
  • Seitenverhältnis: 2,35:1 (Cinemascope)
  • Drehbeginn: 2 Quartal 2018
  • Fertigstellung: 4 Quartal 2020

Crew

  • Skript, Produktion, Kamera & Regie: Aki T. Weisshaus
  • Drehbuch: Jessica Jacobi & Alexander Peiler
  • Co-Produzent: Hendrik Vogt
  • Produktion: Cinephiles Filmproduktion & Light Bridge Production UG

Cast

  • SIE – Annedore Antri
  • ER – Alexander Peiler
  • HANK – Ulrich Cyran
  • MOTHER TANGIER – Alicia Saleh
  • ALFONSO BLANCA – Hendrik Vogt
  • SENORA – Steffi Jacuzzi
  • SAX-GUY – Johannes Eimermacher
  • COCK-GUY – Fyl sang D’or
  • TAXI-GUY – Julian Bogen
  • CAR – Opel Astra Cabriolet

Sponsoren

  • Jörg Heynkes mit besonderem Dank
  • Jackstädt Stiftung Wuppertal
  • Schauspiel Wuppertal

Aktueller Stand des Films:

60%

Schmerzhaft nah, roh und wahrhaftig.

SOMEHOW nimmt uns mit auf Alex Flucht vor sich selbst; vor dem Kindheitstrauma, das längst vergessen schien. „Nicht so werden, wie mein Vater“ – ein Credo, das ihn nicht nur über die Grenzen des Kontinents hinaus, sondern auch an den Rande des Wahnsinns treiben wird.
Einen Teil des Weges an seiner Seite: die fremde Kumpanin, die an der Tankstelle einfach in sein Auto steigt.

Die Story

Alex wurde als Kind von dem eigenen Vater misshandelt. Jetzt, mit Mitte 30, ist er selbst Vater und mit dieser Rolle zunehmend überfordert. Er zweifelt an seiner Fähigkeit zu lieben, hat Angst zu werden wie sein eigener Vater.
Alex flüchtet sich in den Alkohol und fährt schließlich einfach los. Wohin? Egal. Nach Casablanca vielleicht.
Noch in Deutschland setzt sich plötzlich eine Fremde in sein Auto. Sie wird zu einer stillen Kumpanin.
Keine Fragen, keine Erwartungen. Ein Fliehen vor sich selbst, den inneren Dämonen.
Eine turbulente Reise durch ganz Europa beginnt: Drogen, Exstase, flüchtige Bekanntschaften, fremde Orte – beide erleben eine scheinbar surreale Zeit im Rausch, im Nirgendwo.
Doch je weiter sich Alex entfernt, desto mehr sehnt er sich nach seinem Sohn. Auch die Kumpanin kann ihm keine Erlösung bringen. Er muss sich seinen Dämonen alleine stellen. Ihre Wege trennen sich schließlich beim Überschreiten der Kontinente. Sie erreicht das Ziel, Casablanca. Er stürzt in einem Hotelzimmer in Tanger ab und verliert sich vollends im Strudel des eigenen Kindheitstraumas.

Trailer

Der Cast

Der Dreh

Fünf Länder, zwölf Städte – in vier Wochen.

Mitte Juli 2018 machten wir uns auf – mit dem Minimum an Gepäck und Filmequipment in einem Van verstaut – um das Roadmovie SOMEHOW zu drehen. Unserem neunköpfigen Filmkollektiv stand ein Trip von Deutschland über Belgien und Frankreich, quer durch Spanien bis nach Marokko bevor, für den wir uns ein Credo gesetzt hatten: “All together. All the way.”

Das gemeinsame Ziel war es, einen Film so echt, so authentisch und vor allem so lebendig wie möglich zu drehen. Daher entschieden wir uns dazu, den Film gemeinsam zu leben und erleben. Uns von dem Trip leiten lassen zu müssen. Die Reise, die die beiden Hauptcharaktere im Film bewältigen, wurde auch unsere Reise. Trotz klarer Vorlage in Form des Drehbuchs, gab es keine determinierten Orte, Schauplätze oder Handlungsabläufe. Uns war es wichtig, dem Film alle Freiheiten zu gewähren, die Geschichte keinen Zwängen oder Grenzen unterzuordnen.

Das bedeutete im Umkehrschluss auch für uns als Kollektiv, dass wir eine Einheit werden mussten, frei von hierarchischen Mustern, klaren Unterteilungen in Aufgaben- und Zuständigkeitsbereichen. Gemeinsam wurde die Geschichte vorangetrieben, gestaltet, verändert, erweitert und verfeinert. Trotz professioneller Set-Arbeit mit hochwertigem Equipment und unterschiedlichen Aufgaben für jedes Teammitglied, haben wir alle gemeinsam – in gleichberechtigter Verantwortung – diesen Film, zu unserem Film gemacht. Wir haben zusammen gelebt, diskutiert, die Charaktere geformt, eingerichtet, gedreht, nachbesprochen und beschlossen. Jeden Tag – ohne Pause.

Diesen besonderen Vibe, die Einzigartigkeit in der Umsetzung von SOMEHOW erfüllt den Film mit der Lebendigkeit, die wir uns gewünscht haben. Einer Lebendigkeit, die roh ist, wahrhaftig und nur durch diese Machart möglich wurde – davon sind wir überzeugt.

 

Das Filmkolletiv

Das Filmkollektiv Aki T. Weisshaus hinterfragt mit seinem Erstlingswerk SOMEHOW gängige Machtstrukturen und steht für demokratisches, gleichberechtigtes und antihierarisches Filmemachen.
Die Machart ist authentisch und roh, die Kamera dynamisch und nah. Ziel ist ein ehrlicher Blick auf die Welt, das Streben nach Wahrhaftigkeit – ohne künstliches Schauspiel in den Vordergrund zu stellen.
Das Kollektiv will die durch gängige Sehweisen geprägte Filmlandschaft durch neue Ansätze bereichern. Dazu ergründet es die traditionellen Formen des Kinos. Frei, mutig, ungeschönt und radikal soll die Abbildung unserer Zeit mit ihrer Darstellung der sozialen Strukturen sein. Das Publikum ist gefordert, das Sehen roh und dadurch extrem intensiv.
Was den Film SOMEHOW ausmacht ist eben diese strukturell wagemutige Machart.

Hinter den Kulissen