AMEL? - Der Film

Daten

  • Spielzeit: ~ 92 Min
  • Genre: Komödie
  • Format: 2K Digital
  • Farbe: Farbe
  • Seitenverhältnis: 2,35:1 (Cinemascope)
  • Drehbeginn: 3 Quartal 2017
  • Fertigstellung: 2019

Crew

  • Regie: Jonas Bomba & Josua Zehner
  • Drehbuch: Josua Zehner
  • Produktion: Cinephiles Filmproduktion
  • Co-Produktion: Light Bridge Production UG
  • Produzent: Thomas Ulrich, Josua Zehner & Jonas Bomba
  • Co-Produzent: Hendrik Vogt & Thomas Ulrich
  • Ton: Alicia Saleh
  • Schnitt: Theo Nikander

Cast

  • THOMAS – Thomas Ulrich
  • AMEL – Noémie Kocher
  • DETEKTIV MAGUN – Sebastian Schlemmer
  • LOUISE – Milena Straube
  • DER MALER – Jasin Challah
  • THERESA – Maelle Giovanetti
  • TAUBENMANN – Charles Clement
  • HERR WOLF – Piet Fuchs
  • LEA – Erika Spalke
  • LENA – Eva Wiedemann
  • MARTIN – Marco Wohlwend

Aktueller Stand des Films:

80%

Die Story

Wo ist Amel? Wo will sie hin? Wann ist sie verschwunden und warum?

Zurück von einer langen Foto-Expedition, muss Thomas feststellen, dass seine Freundin spurlos verschwunden ist. Keine Nachricht wurde hinterlassen und auch ihre Freunde sind ratlos.
Auf der Suche nach Antworten begibt sich Thomas auf eine Reise, die ihn von Deutschland nach Paris, durch die Irrwege seiner eigenen Gedanken und Gefühle, bis hin zu einem Ort treibt, an dem seine Sehnsucht endlich erfüllt werden soll. Begleitet wird er auf dieser Reise von einem alten Damenfahrrad, einem skurrilen Privatdetektiv und einer französischen Blumenverkäuferin.

Der Film

Der Spielfilm “Amel?” begleitet Thomas, einen Fotografen, der nach einer langen Reise in seine Heimatstadt zurückkehrt und feststellen muss, dass seine Freundin Amel verschwunden ist. Er macht sich umgehend auf die Suche nach Amel; Er muss sie finden.
Die Idee zu “Amel?” entstand bereits vor einigen Jahren. Warum brechen Kontakte plötzlich ab, wenn Distanz zwischen zwei Menschen liegt? Ist es der räumliche Abstand, eine persönliche Entfremdung oder etwas ganz Anderes? Wie bei den meisten bedeutenden Fragen, gibt es auch auf diese nicht die eine, passende Antwort. Allerdings lieferte sie die Grundlage für die Geschichte von Thomas und Amel, die der Film nun erzählen soll.
Wie so oft, hat das fertige Drehbuch nur noch wenig mit den ersten gedanklichen Entwürfen zu tun, geblieben ist jedoch die Frage, die sich allgegenwärtig durch die Geschichte zieht: “Amel?”
Wo ist sie hin, was hat sie dazu gebracht zu verschwinden und warum hat sie keinerlei Nachricht hinterlassen? Diese Fragen treiben Thomas nun auf eine verrückte Reise, auf der er skurrilen Helfern, verführerischen Frauen und merkwürdigen Schicksalsfügungen begegnet, die ihn einiges über sich selbst erfahren lassen und ihn Schritt für Schritt näher an sein Ziel bringen.
Beim Schreiben des Drehbuchs zu “Amel?” war es uns wichtig, einen lockeren und heiteren Erzählstil zu verwenden, obwohl die Geschichte einen ernsten Kern hat. “Amel?” soll ein Film werden, der unterhält, beim Sehen Freude erzeugt, zum Mitfiebern anregt und nicht in die Tonalität eines düsteren Melodramas verfällt.
Der Charakter Thomas ist nach diesem Prinzip angelegt. Seine träumerische und optimistische Lebenseinstellung hilft ihm und dem Zuschauer dabei, aus der heiklen Suche ein skurriles, spannendes und zuweilen tragikomisches Abenteuer entstehen zu lassen.
Die weiteren Charaktere des Films ergänzen Thomas´ Person durch ihre vielseitigen und speziellen Eigenschaften. Der skurrile Privatermittler MAGUN – bei dem es nie wirklich klar wird, ob er eine reale Person, oder eine Imagination Thomas´ ist – bringt Thomas mit Hilfe eines merkwürdigen Komplizen auf die richtige Spur und führt ihn nach Frankreich, wo die Suche weitergeht. Die attraktive Blumenverkäuferin LUISE erklärt sich bereit, Thomas in Paris zu helfen, allerdings ändern sich ihre Pläne und sie entpuppt sich als ein weiterer Stolperstein auf Thomas´ Weg.
Als ihn eine eigentümliche Fügung des Schicksals wieder auf Amels Fährte führt, bahnt sich endlich an, worauf Thomas und der Zuschauer so lange gewartet haben: Ein Treffen mit Amel.

Der Hauptdarsteller

Thomas Ulrich

Thomas Ulrich, geboren 1963 in Gelsenkirchen ist Schauspieler, Freier Regisseur, Dozent für darstellendes Spiel und künstlerischer Leiter des Profitheaterensemble, den Acting Accomplices und Leiter des Jugendtheaterensemble, den Young Acting Accomplices seit 1998.

Preise & Auszeichnungen

  • Kölner Theaterpreis für „Der Freund krank“ v. Nis-Momme Stockmann 2014
  • Heidelberger Theaterpreis für „Leere Stadt“ von Dejan Dukovski 2013
  • Kölner Theaterpreis für „Der Kick“ von A. Veil & G. Dankwarts 2007

Thomas Ulrich über ‘Amel?’

Es ist erstaunlich, wieviel Meinungs- und Entscheidungsfreiheit wir haben und wir uns dennoch letztendlich in diesem Konstrukt von Freiheit verlieren. Thomas entscheidet sich in seiner Liebesbeziehung mit Amel für seine ganz persönliche Freiheit. Er bevorzugt seine Unabhängigkeit und Ungebundenheit. Sein Beruf ist ihm sehr wichtig und Absprachen mit Partnern können zu Kompromissen führen, die mit persönlichen Einschränkungen daherkommen. Thomas will alles. Er will seinen Traum. Er will sein Leben – ein fantastisches Leben, ein abenteuerliches Leben als Fotograf in fernen Ländern und anderen Kulturen. Er will etwas Besonderes sein – was ihm anfänglich gelingt, denn er ist gut in seinem Fach. Und dann kommen die Veränderungen – Realitäten sind stetig im Wandel – und Thomas wird schmerzlich bewusst, dass ihm etwas fehlt. Er erinnert sich an die Vorzüge, die Schönheiten seiner Beziehung mit Amel. Hat Sehnsucht nach dem Verlorengegangenen.
Für mich persönlich ist es eine Suche nach den Gemeinsamkeiten im Leben, dem Teilen, Mitteilen, ein Zuhause zu haben, Zuneigung, Zärtlichkeiten, Vertrautheit und Verbindlichkeiten. Werden einem Endlichkeiten bewusst, befindet man sich schneller als man denkt und ohne Vorwarnung in einer Situation, in der man sich fremd vorkommt und schreit innerlich nach Hilfe – fällt in ein Loch.
Ich mag Figuren die scheitern, die sich dessen mehr als bewusst sind und versuchen, sich gegen diese Wahrheit zu wehren. Thomas versucht etwas, das lange her ist zum Leben zu erwecken. Er will etwas ungeschehen machen. Er sehnt sich nach etwas, das sehr schön war und bereut seine damalige Entscheidung. In seinem Bedauern ist er ein durchweg skurriler Mensch unserer Zeit und seine Verzweiflung ist bizarr, komisch und intensiv. Es ist mir eine Freude, ihn spielen zu dürfen.

– Thomas Ulrich

Preise

Der Creative Vision Nachwuchsförderpreis

Der Creative Vision Nachwuchsförderpreis
Während der Berlinale 2017 überzeugte das Drehbuch von „Amel?“ die Jury und gewann den Creative
Vision Nachwuchsförderpreis.

 

Begründung der Jury

„Der Autor beschreibt in dem Drehbuch die Geschichte des Foto-Journalisten Thomas, der nach
seiner Rückkehr von einem längerem Auslandsaufenthalt feststellen muss, dass seine Freundin
spurlos verschwunden ist. Auf der Suche nach Antworten begibt sich Thomas auf eine Reise, die
ihn von Köln über Paris bis hin zu einem Ort treibt, an dem seine Sehnsucht endlich erfüllt werden
soll…Der Autor verbindet geschickt verschiedene Episoden, die den Leser zunächst vom Protagonis-
ten wegführen, dann jedoch immer wieder Anknüpfungspunkte zu dem Haupterzählstrang finden.
Alle Charaktere der einzelnen Geschichten verbindet die Sehnsucht nach Zugehörigkeit und Ge-
borgenheit. Der Autor verdichtet diesen thematischen Ansatz indem er den Alltag verschiedenster
Menschen an einem Tag in einer Stadt beschreibt. Die Jury vergibt den diesjährigen Drehbuchpreis
an Josua Zehner da er mit seinem Drehbuch eine mutige und vielschichtige Geschichte über ein
zeitgemäßes Thema erzählt…das Drehbuch besticht durch seinen Facettenreichtum in der Figuren-
auswahl, starke Ansätze und einen glaubhaften Spannungsbogen.“

Motivation

Bei “Amel?” handelt es sich ganz klar um ein Herzensprojekt. Bereits bei der Entstehung des Drehbuchs war für uns klar, dass “Amel?” unser nächster Film werden muss, obwohl wir einige andere Projekte in der Vorbereitung hatten. Die einfache Geschichte, verpackt in einem ungewöhnlichen und einzigartigen Gewand, fasziniert uns an “Amel?”, da wir das Gefühl haben, einen Film erschaffen zu können, wie wir ihn gern selbst im Kino sehen würden. Eine gute, ehrliche Geschichte, locker und angenehm erzählt, ohne dabei banal zu sein. Echte Trauer, echte Freude, ohne dystopisches Drama oder sentimentalen Kitsch. Es fällt einem natürlich schwer, die Besonderheit der eigenen Geschichte hervorzuheben, allerdings sehen wir in “Amel?” einen mutigen, besonderen Film, der jedoch eine Leichtigkeit beibehält und nicht in prätentiöse Kunst, überbordende Härte oder Drastik abrutscht. Der Film soll Freude machen, spannend sein und den Zuschauer mit einem guten Gefühl aus dem Kino entlassen. Trotzdem geht der Film einigen schwierigen Fragen nach, verwirrt mit gewagten Perspektivwechseln und regt im besten Fall auch zum Nachdenken an. Die Rat- und Hilflosigkeit in der Thomas steckt, dürfte den meisten Menschen – natürlich in unterschiedlichen Formen – bekannt sein und eine Identifikation mit der Hauptfigur dadurch leicht fallen.
Die Rastlosigkeit der ständig in Bewegung bleibenden Hauptfigur, verleiht der Geschichte eine Dynamik, die eine durchgehende Grundspannung erzeugt und die Frage: “Was passiert als nächstes?” ständig offen hält. Die unerwarteten Geschehnisse und Figuren, die in Thomas´ Suche eingreifen, halten diese Spannung aufrecht. Da auch wir uns nicht immer im Klaren darüber waren, was Thomas als nächstes geschieht und was eigentlich mit Amel ist, konnten wir unsere ganze Neugier in das Universum von “Amel?” einfließen lassen.
Die verschiedenen Motive, Bilder und Metaphern haben wir unaufgeregt und unterschwellig in die Geschichte eingebaut, da es uns wichtig war, eine unterhaltsame Story zu erzählen, anstatt den Zuschauer mit bedeutungsschweren Botschaften zu erschlagen.
Das Leitmotiv der Taube, der Privatermittler Magun, das Verlassen des Hauptstrangs durch plötzliche Perspektivwechsel, oder das Spiel mit der vierten Wand, all diese filmischen Eigenheiten tragen die Geschichte um Thomas´ Suche nach Amel mit, ohne dem Zuschauer den Zugang zum Erzählten zu versperren.
Durch die Vielzahl gemeinsamer Projekte, harmonieren wir als Filmteam bereits sehr gut und ergänzen uns in unseren Kompetenzen bei der gemeinsamen Regie optimal. Wir haben bereits alle Stationen, von der Vorbereitung, über den Dreh- und die Postprodution eines Films gemeinsam durchlaufen und wissen, wie wir konstruktiv und effektiv zusammenarbeiten müssen, um einen guten Film entstehen zu lassen.
Wir denken, dass “Amel?” eine schöne, komische, traurige, mutige und verspielte Geschichte ist, die erzählt werden sollte. Filmisch erzählt, um das Potential der Geschichte voll auszuschöpfen und lebendig werden zu lassen. Wir glauben zudem, dass wir genau das richtige Team haben, um diesen Film so lebendig und phantasievoll werden zu lassen, wie die Geschichte es verlangt.
Jonas Bomba und Josua Zehner

Hinter den Kulissen